Rexe von der Meerschweinvilla
Rexe von der Meerschweinvilla

Herkunft des Meerschweins

 

Ob Quieken, Murmeln, Glucksen, Knurren oder Zähneklappern - Meerschweinchen besitzen ein unglaublich vielfältiges Lautrepertoire und sind keineswegs langweilige Tiere, für die sie oft fälschlicherweise gehalten werden. Im Gegenteil: Werden ihre Fähigkeiten durch Beschäftigung gefördert, hat man im Nu quicklebendige und aufgeweckte Gesellen, die sich auf unterschiedlichste Weise verständigen.

 

Ursprünglich kommen Meerschweinchen aus Mittel- und Südamerika, wo sie über den ganzen Kontinent verbreitet leben. Erdgeschichtlich lassen sie sich schon vor 40 bis 35 Millionen Jahren nachweisen. Der Stammvater ist das Tschudi-Meerschweinchen. Wann das Wildmeerschweinchen sich langsam zum Hausmeerschweinchen gewandelt hat, ist nicht eindeutig festzulegen. Dass es jedoch lange bevor Kolumbus Amerika entdeckte, gewesen sein muss, wurde bei Ausgrabungen in 4000m hoch gelegenen Siedlungen in Zentralperu nachgewiesen. Dort wurden Schädel von Meerschweinchen gefunden, deren Veränderungen zeigten, dass die Domestikation zwischen 9000 und 3000 v. Chr. erfolgt ist. Bei den Inkas dienten sie sowohl als Fleischlieferanten als auch als Opfertiere für den Sonnengott.

1670 ist überliefert, dass holländische Kaufleute die munteren Tiere bei den Indios Guyanas, der damaligen niederländischen Kolonie, entdeckten und für ihre Kinder als Spielgefährten mitnahmen. So ist das Meerschweinchen nach Europa gekommen. Um 1680 wurden sie nach Frankreich und England verkauft und waren so teuer, dass sie nur reiche Leute erwerben konnten.

Der Name des Meerschweinchens leitet sich in den verschiedenen Ländern ganz unterschiedlich her und hängt mit der Herkunftsgeschichte zusammen. Im deutschsprachigen Raum wird es ein kleines Tier genannt, das übers Meer zu uns kam und quiekt wie ein Schweinchen. In Holland heißt es Guinees biggetje oder Cavia. Biggetje ist das Ferkelchen, das für eine Guinee, eine alte englische Goldmünze, teuer verkauft werden konnte. Cavia ist der lateinische Gattungsname. Bei den Engländern sind im Namen guinea pig auch das Schweinchen und die Goldmünze enthalten. Bei den Franzosen heißt es cochon d`Inde, was so viel wie Schwein aus Indien heißt. Die Spanier gaben ihm den Namen conejillo de Indias, das ist ein kleines Kaninchen aus Indien. In beiden Bezeichnungen steckt jedoch der irrige Glaube, damals den Westen Indiens entdeckt zu haben.

Meerschweinchen gehören zu der Ordnung der Nagetiere (Rodentia), der Unterordnung Meerschweinchenverwandte (Caviomorpha), der Familie der Meerschweinchen (Caviidae), und die Gattung wird als Cavia bezeichnet.

Die Jungen sind Nestflüchter und kommen voll entwickelt zur Welt. Sie haben Fell, bereits 14 Tage vor der Geburt im Mutterleib offene Augen und ihr Milchgebiss ebenfalls schon im Bauch gegen das bleibende ausgetauscht. Deshalb können sie von vornherein feste Nahrung neben der Muttermilch zu sich nehmen.

In der Natur leben sie in Rudeln zusammen und bewohnen Erdhöhlen, die sie nicht immer selber graben. Es gehört zu ihrer Überlebensstrategie, sich nicht das Futter zu neiden, kaum zu raufen oder zu streiten. Dabei beachten sie aber eine genaue Rangordnung. Sie sind reine Fluchttiere, haben aber dennoch trotz ihrer Wehrlosigkeit Fähigkeiten zum Überleben entwickelt. So legen sie ein vielverzweigtes Netz von Trampelpfaden an, in dem sie sich bestens auskennen und das ihnen eine rasche Flucht ermöglicht. Sie bewegen sich flink in möglichst hohem Gras fort, verständigen sich stets mit den unterschiedlichsten Lauten und trippeln hintereinander her.

Die Geselligkeit und die Lautsprache sind auch bei der Haltung als Heimtiere wesentliche Merkmale. Die überaus geselligen Tiere sollten mindestens zu zweit gehalten werden, da der Mensch nie einen Artgenossen ersetzen kann! Zutraulich werden sie trotzdem, möglicherweise sogar schneller als ein verschüchtertes einzelnes Meerschweinchen. Auch dem Menschen gegenüber zeigen sie ihr Befinden durch ihre vielseitige Sprache. So bedeutet ein langanhaltendes Quieken das Betteln um Futter, ein murmelndes Glucksen zeigt Zufriedenheit an und ein langgezogenes Brummen ist eine freundliche Begrüßung unter Meerschweinchen. Beim Freilauf im Zimmer trippeln sie meist ebenfalls hintereinander her und lassen die typischen Verständigungslaute vernehmen.

Meerschweinchen sind liebevolle, geduldige Partner, die im Gegensatz zu anderen Tieren nur in allergrößter Not beißen. Man sollte nur darauf achten, dass sie nicht fallengelassen oder grob angepackt werden, da sie äußerst zartgliedrig sind.

Sie stellen folgende Grundansprüche:

Ein Käfig 120 x 60 x 60cm (Mindestgröße für 2 Meerschweinchen!) mit Schlafhäuschen, Heuraufe, Futternapf und Nippeltränke ausgestattet ist. Natürlich wären ihre Meerschweinchen mit einem selbstgebauten Gehege mit mehr Platz viel glücklicher. Bei dem Bau eines Geheges sind der Fantasy keine Grenzen gesetzt. Als Einstreu verwendet man am besten Späne, auf keinen Fall Holzpellets, da diese ihre Füßchen ganz wund machen. Meerschweinchen sind keine Turner und Kletterer, lieben jedoch erhöhte Aussichtsplätze aus Holz, und beim Freilauf veranstalten sie Hindernisrennen und Verfolgungsjagden. Diese sportliche Betätigung muss gewährleistet sein.

Als Grundnahrung dient dem Meerschweinchen Heu, das als wichtiger Ballaststofflieferant ständig zur Verfügung stehen sollte. Als Hauptfutter ist eine Komplettkraftfuttermischung in pelletform um ein selektieren des Futters zu vermeiden zu empfehlen. Diese sollte alle Nährstoffe enthalten und besonders den hohen Bedarf an Vitamin C, das die Meerschweinchen wie die Menschen nicht selbst produzieren können, deckt.

Daneben bilden Obst und Gemüse einen gesunden Zusatz auf dem Speiseplan. Verzichtet werden sollte auf Kopfsalat (enthält zu viel Nitrit) und Kohlsorten sollten nur in geringen Mengen und nicht jeden Tag gefüttert werden, da Kohl eine blähende Wirkung hat.

 

Die Auswahl der Meerschweinchen wird aufgrund ihrer Vielfalt schwierig. Die bekanntesten Rassen sind das Glatthaar-, das Rosetten- und das Angora-meerschweinchen. Daneben gibt es Schweinchen mit besonderer Haarstruktur wie das Englische oder Amerikanische Schopfmeerschweinchen, das Peruanische, das Abessinische, das Satin- oder das Rex- Meerschweinchen, um nur einige zu nennen. Die Wahl der Rasse ist Geschmacksache, denn alle sind in ihrem Wesen gleich gutmütig und zähmbar. Die Lebenserwartung beträgt sieben bis zehn Jahre, in denen der Meerschweinchenhalter viel mit seinen dankbaren Freunden erleben kann.

 

 

 

 

 

                                                                                                     

 

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